Highlights in 2017 waren sicherlich das integrative Zirkuscamp gemeinsam mit der Lebenshilfe Heidelberg, ein Fußballcamp bei den Waldpiraten mit krebskranken Kindern. „Rudern gegen Krebs unserer U17, die sich mit drei Booten und mit viel Spaß, sportlichem Ehrgeiz aber für eine gute Sache beteiligten. Schulungen über Cyberkriminalität, Alkohol- Drogen und Gewaltpräventionen sind im jährlichen Programm Standard  und International haben wir als SGK uns an offiziellen Veranstaltungen bei und mit unseren Heidelberger Partnerstädten beteiligt.

 

So mit den SGK Basketballern in Vichy, im Fußball in Montpellier und Bautzen. Erste Kontakte wurden aufgenommen mit Paolo Alto, der neuen Heidelberger Partnerstadt, die mit dem Paolo Alto Soccer Club ein ähnliches Jugendförderzentrum in einer Schuleinrichtung unterhalten wie wir dies tun. Besuche und Gedankenaustausche über eine ganzheitliche Jugendförderung in den vier Säulen Sport, Schule Beruf und Soziales waren fanden großes Interesse bei zahlreichen Besuchern und Gästen aus unserer japanischen Partnerstadt Kumamoto, sowie Tokyo und China. Mit einer Partnerschaft in dem Drittweltland, der Insel Mauritius, unterstützen wir mit unserem Knowhow die Aufbauarbeit eines Jugendfußball-Zentrums in Mokka wo Jugendliche aller sozialen Schichten gemeinsam um die runde Sache fighten.

Mit der Deutschen Schule Bogota, dem Helmholtz- und Bunsen Gymnasium Heidelberg sowie „Kickoff Germany“ führen wir einen halbjährigen professionellen Schul- und Fußballaustausch durch.

 

Unserer U13 Mannschaft, die heute durch einige Spieler vertreten ist wird in einem Monat als offizielle sportliche Vertreter aus Heidelberg zu einem Fußball- und Kulturaustausch in die Partnerstadt Montpellier reisen um dort an einem Städtepartnerschaftsturnier teilzunehmen, genauso wie unsere Mädchenmannschaft ein Team aus Montpellier im April zu Gast haben wird. Die vier Austausch-Schüler Felipe, Nicolas, Jose Luis und Alex aus Kolumbien mit den Vertretern der beteiligten Schulen sind ebenso heute Morgen zu Gast. Herzlich Willkommen bei der SG Heidelberg-Kirchheim und im schönen Heidelberg.

 

„Der gemeinsame Start in den Sport“ für Eltern-Kind Gruppen für Menschen mit und ohne Behinderung ist ein aktuell neues Projekt von uns, mit dem wir uns gemeinsam mit dem Verein für berufliche Integration und Qualifizierung e.V. am Projektwettbewerb der BASF beteiligt haben und damit unter den besten zwanzig Gewinnteilnehmern sind. Durchgeführt wird das von unserem Vereinsmanager Harald Ewers und Lena Wolfmüller, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei uns macht.

 

Auch im Kirchheimer Jubiläumsjahr war unsere SG Kirchheim ganz vorne bei den Jubiläumsveranstaltungen mit dabei, so beim Umzug durch Kirchheim mit vielen Sportlern unserer Abteilungen.

 

Warum machen wir diese umfangreichen Projekte?

 

Wir glauben das wir unseren jungen Sportlern damit einerseits nachhaltig soziale Verantwortung vermitteln und andererseits auch die Offenheit gegenüber den Unterschiedlichkeiten der Menschen und Kulturen sowie gegen Rassismus lehren. Für ein phantastisches Anti-Diskriminierungs-Film-Projekt wurde unsere U19 Fußballmannschaft mit dem Julius Hirsch Preis des DFB „Gemeinsam für Vielfalt und gegen Diskriminierung und dem Teil-Seiend-Preis für „Youth against Diskrimination“ im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Hierfür herzlichen Glückwunsch und ein Dank an den Projektleiter und Jugendvorstand Alexandre Chesnais der diesen Film gemacht hat.

 

Mit Unterstützung und Durchführung der „Weltliga“ unterstützen wir Menschen auf der Flucht und für das Heidelberger Theater- und Philharmonischen Orchester unter ihrem Intendanten Holger Schulze haben wir die Deutschen Fußballtheatermeisterschaften in Heidelberg als Ausrichter durchgeführt.

 

Und, mit neun- bis fünfzehnjährigen Sportlern hat der mauritianische Künstler Gael Froget in einem Kunstprojekt gemeinsam eine Weltkugel gestaltet, die man vor dem Jugendförderzentrum bestaunen kann.

 

 

Liebe Gäste,

 

alle unsere Abteilungen können auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken

 

Die Sportler der unterschiedlichen Altersklassen ab drei Jahre beginnend, sind allesamt sportlich erfolgreich in den unterschiedlichsten Sportarten. Eine Strahlkraft besonderer Art stellen hier die Kirchheimer Turner dar. Hervorzuheben ist hier nochmals die Kooperation mit dem Turnzentrum Heidelberg unter der Leitung von Dieter Hofer und unserem SGK Abteilungsleiter Turnen mit Kadri Berischa und seinem Team. Die Zusammenarbeit – auch mit anderen - gewährleistet ein Turnen auf höchstem Niveau. Dir Kirchheimer Turner stellen Deutsche Meister und Mannschaften in turnerischen Mehrkämpfen und in der Oberliga. Die Turner des Turnzentrums der KTG sind in der Zweiten Liga unterwegs. Wir wissen um die Wünsche des Turnzentrums und drücken die Daumen, dass der Erweiterungsbau sehr bald auch realisiert werden kann um das Turnen in Heidelberg auf diesem Niveau zu halten.

 

Wir wussten aber auch, dass eine komplette Nutzung der bestehenden Halle Zwei durch die KTG mit dem Turnzentrum und ein Ausweichen der Ballsportarten für unsere Kinder und Jugendlichen und deren Eltern auf andere Hallen im Stadtgebiet nicht zumutbar und möglich gewesen wäre. Dies haben wir alle gemeinsam mit sehr viel Verständnis aber auch mit der Unterstützung aller Gremien in letzter Minute erkannt. Für dieses Verständnis nochmals herzlichen Dank. Umso mehr unterstützen wir natürlich einen Erweiterungsbau für das Turnzentrum.

 

Gerade unsere Hallen-Ballsportarten Basketball, Rollstuhlbasketball, Handball und Volleyball expandieren sehr erfolgreich und leisten in allen Altersklassen eine tolle Arbeit.

 

In der Abteilung Fußball sind wir sportlich in diesem Jahr besonders erfolgreich.

Die Herrenmannschaft und zwei Nachwuchsmannschaften spielen bereits in der Verbandsliga. Fünf Teams und unsere Damenmannschaft streben einen direkten Aufstieg in diesem Jahr an.

 

 

Meine Damen und Herren,

 

dass dieser stringente Weg gegangen wird, ist auch wichtig und kann Beispiel für alle Abteilungen sein. Wir müssen uns eingestehen, dass es immer schwieriger wird finanzielle Partner für unsere Herren Mannschaften zu finden. Denn Fußball ist wie keine andere Sportart abhängig von finanzieller Zuwendung durch hohe Kosten des Verbandes und für konkurrenzbedingte Kostenausgleiche für Spieler und Trainer. Einige Mehrspartenvereine haben sich deshalb auch vom kostenintensiven Fußball verabschiedet oder wagen sich nur ungern in einer Liga zu spielen, die mit hohe Kosten verbunden ist.

 

Ich warne aber davor dies so zu sehen. Denn Jugendspieler brauchen im eigenen Verein eine Perspektive, wie der einzelne Geigenspieler das persönliches Ziel darin sieht, in einem großen, erfolgreichen Orchester zu spielen. Das heißt wir müssen den Kindern und Jugendlichen mit einer funktionierenden Verbandsliga Herrenmannschaft eine Zukunftsperspektive geben und brauchen unbedingt hierzu ihre Unterstützung.

 

In den letzten drei Jahren schrumpfte das Budget für die erste Mannschaft unseres Vereins bedenklich unter eine kritische Summe. Nur die Hälfte der üblichen Budgets anderer Verbandsliga-Vereine steht zur Verfügung. Dies gilt für alle Ballsportarten gleichermaßen.

 

Gerade deshalb tun wir alles um Spieler unserer Jugendteams so vorzubereiten, dass Sie in den kommenden Jahren im Herrenteam erfolgreich für die SGK auflaufen können. Wir wollen diesen Spielern aber auch den Sportlern aller Abteilungen Perspektiven und vor allem die Chancen geben sich bei der SG Heidelberg-Kirchheim sportlich zu entwickeln. Es freut mich sehr heute Morgen  beispielhaft für diese Arbeit vier U19 Jugendspieler begrüßen zu können, die im nächsten Jahr den Sprung in unser Herrenteam schaffen und bereits unter Vertrag genommen wurden. Dennis Mattus, Toygun Ermis, Moritz Augenstein, Leon Dehnelt Euch herzlichen Glückwunsch und Dank für Eure bisherigen Leistungen für die SGK. … Und – weitere werden sicherlich folgen.

 

Dies, meine Damen und Herren, geht nur mit einer funktionierenden Gesamtstruktur.

 

Dafür brauchen wir Sie alle. Fragen Sie uns, fragen Sie mich gerne oder unsere Abteilungsleiter. Vorstellen möchte ich in diesem Zusammenhang den neuen Abteilungsleiter Fußball, Herr Sinan Karadas, der die Aufgabe von Steffen Petri übernommen hat und der mit uns vom Vorstand gemeinsam sowie mit dem Jugendleiter Thorsten Maas sowie den Sportdirektor Jürgen Herbel die Geschicke leitet.

 

Sinan, Dir möchte ich ganz besonders danken, dass du nahezu die gesamte Fußballabteilung mit neuen zweifachen Trikotsätzen kostenlos ausgestattet hast. Mit Dir und dem Mitgründer unseres Ausrüsters der Firma JAKO und ehemaligen KSC Manager Arnold Trentl verbindet uns eine tolle Freundschaft und eine tatkräftige Unterstützung.

 

Wie sie sehen meine sehr verehrten Damen und Herren verbinden wir Sport und Engagement jeder Art bei der SG Heidelberg-Kirchheim. Was ist unsere Zielrichtung in den kommenden Jahren, wo drückt unser Schuh und welche Baustellen haben wir anzugehen.

 

Unsere Infrastruktur erlaubt uns kaum eine Expansion. Gerade in den Hallensportarten, aber insbesondere auch im Fußball. Neue Stadtteile wie die Bahnstadt brauchen ein sportliches Angebot. Wir müssen derzeit pro Woche bis zu sechs Eltern absagen, die gerne ihre Kinder zu uns bringen wollen. Trotz zweier Kunstrasenfelder und zwei Rasenfelder wird es mit 22 Mannschaften eng im Trainings- und Spielbetrieb.

 

Die Hallen sind gerade in den Wintermonaten gnadenlos überbelegt. Umkleidekabinen, Lüftung und der bereichsübergreifende Jugendraum sind im Geschäftsstellengebäude in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden.

 

Investitionen von knapp 750.000 Euro stehen dringend an. Die Haushaltsmittel im Sportförderprogramm der Stadt Heidelberg und dem badischen Sportbund sind eng begrenzt. Über die nächsten drei Jahre müssen wir einen konkreten Investitionsplan abarbeiten und werden alle Möglichkeiten der Zuschüsse im laufenden Haushalt und in den nächsten beiden Haushalten konsequent nutzen und vollumfänglich beantragen. Hier brauchen wir schon deshalb ihre Unterstützung in den städtischen Gremien, da wir in den Umkleidekabinen der Tennisabteilung und der Herren- und Damenmannschaften immer wieder einen Schimmelbefall haben.

 

Zum Thema Umwelt- und Energieeinsparmaßnahmen haben wir die dringende Empfehlung ausgesprochen, die bisherigen Flutlichter in LED zu tauschen, wie wir dies bereits komplett in unserer Geschäftsstelle umgesetzt haben. Die Wandlung aller Flutlichter spart Kosten für den Verein und für die Stadt. Der CO2 Ausstoß der pro Jahr und Platz derzeit so viel ausmacht wie vier Flüge zwischen Frankfurt und New York kann damit auf „Null“ reduziert werden.

 

Mit Anpfiff ins Leben im Jugendförderzentrum gehen wir hier bereits in die Offensive. In den nächsten Tagen stellt die Dietmar-Hopp-Stiftung ein Elektroauto und eine entsprechende Elektrosäule kostenlos zur Verfügung um Stadt- und Dienstfahrten in der Umgebung umweltbewusst zurück zu legen. Bereits heute werden die Flutlichter mittels einer zeitgesteuerten APP geschaltet um jede nur möglich Kilowattstunde einzusparen um einen wichtigen Beitrag zu leisten und um wieder, wie im vergangenen Jahr, den neuen Energiesparwettbewerb zu gewinnen.

 

Lassen Sie mich es zusammenfassen. Ja wir sind kein genormter Mehrspartensportverein. Wir versuchen, mit allem was wir tun, über den Tellerrand hinauszuschauen. Wir möchten unsere Verantwortung in der Gesellschaft mit unseren Sportlern vernetzen.

 

Wir haben weit über einhundertfünfzig hochqualifizierte meist freiwillige, ehrenamtlich tätige Trainer, Betreuer, Projektleiter. Alleine sechzig ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, Abteilungsleiter und Gremien sind für diesen Verein tätig.

 

Wir haben einen hauptamtlichen ausgebildeten Vereinsmanager mit Harald Ewers, zwei junge „Freiwillige im sozialen Jahr“, sogenannte FSJler mit Lena Wolfmüller und Luca Schrank, denen ich sehr dafür danke, dass Sie uns ganz stark und selbstlos unterstützen. Luca ich glaube viele der Heimbewohner im Mathilde Vogt Haus oder im Seniorencafe bewundern Deine Handysprechstunden und Aktionen auf der AllaHopp Anlage wie bei Dir Lena das Kinderturnern in den Kindergärten ganz toll ankommt.  Und in der Fußballjugend stehen mit den beiden Philipps (Philip Rohnacher und Philipp Schmidt) zwei hauptamtliche Ansprechpartner, durch Anpfiff ins Leben als professionelle Ansprechpartner in Sport, Schule, Beruf und sozialem Engagement bereit, denen nichts zu viel ist.

 

Und trotzdem oder gerade deswegen verstehen wir uns als große SGK Familie in der Stadt mit Herz.

 

Aber wir wollen auch wissen ob all das was wir tun Wirkung zeigt. Aus diesem Grund beginnt ab morgen eine Wirkungsanalyse durch Anpfiff ins Leben e.V., die nach 15-jähriger Arbeit von Eltern und Spielern wissen wollen, wie die Aktivitäten und Angebote im Bereich Sport, Schule, Beruf und Soziales auch tatsächlich ankommen um für die Zukunft weiter zu optimieren. Hier begrüße ich sehr herzlich die Projektleiterin Frau Dr. Karina Essig, die dies professionell vorbereitet hat und auf dessen Ergebnis wir auch bei der SG Heidelberg-Kirchheim gespannt sind.

 

Ich könnte noch sehr viel mehr sagen und berichten. Kommen Sie einfach zu uns und schauen sie herein in die Abteilungen. Wir werden im Jahr 2018 alle Fraktionen herzlich einladen unsere Arbeit hautnah zu bestaunen aber auch auf Herausforderungen hinweisen. Unseren Mannschaften, die heute Wettkämpfe bestreiten wünsche ich sehr viel Erfolg – auch für die Zukunft und unserer Herren Verbandsliga Mannschaft wünsche ich drei Punkte im Nachholspiel in Karlsruhe Durlach.

 

Herzlichen Dank meine Damen und Herren dafür das sie heute Morgen gekommen sind und uns damit Ihre Wertschätzung zeigen. Ich freue mich sehr über die nun folgenden Grußworte von Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson und dem Mitglied des Vorstands im Sportkreis Dr. Peter Schlör.

 

Danach danken wir Ihnen mit einem Weißwurstfrühstück und freuen uns auf viele gute gemeinsame Gespräche.

 

Unterstützen Sie uns bitte – nicht für uns als Person – sondern für den Sport in Heidelberg und für die Kinder und Jugendlichen in den Vereinen, in den Abteilungen – bei der SG Heidelberg-Kirchheim.

 

Ich für mich bin extrem stolz und dankbar ein Teil dieses tollen SGK-Familie zu sein. In meiner Einladung habe ich George Orwell zitiert: „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei“.

 

Meine Damen und Herren liebe Gäste lassen Sie uns die Zeit nehmen, die wir dafür brauchen den Kindern, Jugendlichen und Sportlern eine Perspektive gerade in Heidelberg geben zu können.

 

Alles Gute für 2018 Ihnen allen.

 

Dankeschön

 

 

 

© 2014 Sportgemeinschaft Heidelberg-Kirchheim e.V.

© NORBERT JOSCHKO KOMMUNIKATION